Die heutigen Qualitätsstufen


  • Landwein: mindestens 14° KMW (=68° Oechsle), einfache, leichte Weine

Kontrollierte Produkte mit staatlicher Prüfnummer, Sorten- und Herkunftsgarantie:

  • Qualitätswein: mindestens 15° KMW (=73° Oechsle)
  • Kabinettwein: mindestens 17° KMW (= 84° Ochsle), nicht aufgebessert
Ein Grad KMW (Klosterneuburger Mostwaage) entspricht etwa einem Kilogramm Zucker, der von den Trauben in 100 Kilogramm Most gebildet wird.

Extratrocken: max. 4g/l Restzucker

Die Prädikatsweine aus dem jüngsten österreichischen Bundesland sind in aller Welt bekannt und beliebt. Als Prädikatsweine werden Weine von besonderer Reife und Leseart bezeichnet, wobei nur ein kontrolliertes Erntegut ohne Aufbesserung verwendet werden darf. Die Restsüße darf nur mittels Gärungsunterbrechung erzielt werden. Zu den Prädikatsweinen gehören Spätlesen, Auslesen, Beerenauslesen, Ausbruch und Trockenbeerenauslesen.

Als "Spätlese" wird ein Wein aus vollreifen Trauben bezeichnet, die erst nach der Hauptlesezeit der betreffenden Sorte geerntet wurden und dessen Mostgewicht mindestens 19 Grad KMW (94 ° Oechsle) aufweist.

Bei der "Auslese" handelt es sich um eine Spätlese, die ausschließlich aus sorgfältig ausgelesenen Trauben unter Aussonderung aller nicht vollreifen, fehlerhaften und kranken Trauben gewonnen wurde und deren Saft ein Mostgewicht von mindestens 21 Grad KMW (105 ° Oechsle) aufweist.

Die "Beerenauslese" ist eine Auslese aus überreifen und edelfaulen Trauben, die in guten Lagen gewonnen wurden und deren Mostgewicht mindestens 25 Grad KMW (127 ° Oechsle) beträgt.

Ein "Ausbruch" ist ein Wein aus überreifen oder edelfaulen Beeren, die auf natürliche Weise eingetrocknet sind, unter Zusatz von frisch gekeltertem Traubenmost derselben Sorte und Lage. Der Saft muss ein Mostgewicht von mindestens 27 Grad KMW (138 ° Oechsle) aufweisen. Berühmte Weine dieser Art sind der Tokajer und der "Weidner Ausbruch".

Die "Trockenbeerenauslese" ist der Gipfel der erreichbaren Prädikatsweinpalette. Hier dürfen nur ausschließlich eingetrocknete Beeren verwendet werden. Dabei muss das Mostgewicht mindestens 30 Grad KMW (156 ° Oechsle) betragen.

Eine Weinrarität besonderer Art ist auch der "Eiswein", der aus vollreifen Beeren gewonnen wird, die bei der Lese und Kelterung bei mindestens 7 Grad Minus gefroren waren. Das Mostgewicht muss mindestens 25 Grad KMW (127 ° Oechsle) aufweisen. Beim Eiswein hat der Frost das Wasser aus den Trauben gesogen und die Beeren mit einer Frosthaut umgeben, so dass die Extraktstoffe konserviert wurden und der Fruchtzucker konzentriert erhalten blieb. Die Eisweinernte ist risikoreich, da bei fehlendem Frost die Trauben vom Stock fallen oder faulen.

Besonders selten ist auch der "Strohwein". Dabei werden die für die Weinzubereitung ausgesuchten Trauben an einem trockenen Tag gelesen und dann vier bis fünf Monate auf Stroh gelegt, ehe sie gekeltert werden. Nach der Trocknung auf den Strohmatten müssen die rosinenartig geschrumpften Trauben einen Gehalt von mind. 25 Grad KMW (127 ° Oechsle) aufweisen, können natürlich aber auch mehr haben. Nach dem Keltern und Lagern in Akazienfässern erhält der goldfarbene Wein ein außerordentlich kräftiges Bouquet, der Sortencharakter tritt stark hervor, und der Alkoholgehalt ist hoch.

Mehr über den Weidner Wein kann man bei den sog. "Weingartenwanderungen" erfahren, die von Juni bis September jeden Mittwoch abend angeboten werden. Nähere Informationen erhalten Sie im Tourismusbüro Weiden unter der Tel. Nr. 02167/7427, E-mail:  .