Weinbau


Das Burgenland ist das älteste Weinland Europas. Bereits die Kelten pflanzten vor rund 3000 Jahren im pannonischen Raum Weinreben und kelterten die Trauben zu einem alkoholhältigen Getränk.
Die für den Anbau der Weinsorten ideale Bodenbeschaffenheit und die günstige Lage der Weingärten sowie das warme, pannonische Klima mit der langen Sonnenscheindauer und vor allem dem Neusiedler See als Klimaregulator lassen in Weiden am See Trauben von hervorragender Qualität reifen.

Seit Weiden am See besteht, gibt es auch kultivierte Weingartenflächen; die ältesten Funde (Kerne und Trauben) sind ca. 2.700 Jahre alt. Unter den Römern entstand eine blühende und florierende Weinkultur, die jedoch in den Wirren der Völkerwanderungszeit verfiel. Erst im 13. Jahrhundert konnte der Kultivierungsprozess der Weinrebe von den Zisterziensern wieder in Gang gebracht werden. In dieser Zeit entstand eine geschlossene Weinbauzone, die sich von Neusiedl über Weiden bis Mönchhof entlang des "Wagrams" ausdehnte. Einen Höhepunkt erreichte die Weinwirtschaft in Weiden am See im 17. Jahrhundert. Im Jahre 1617 wurde im Zehentregister des Raaber Domkapitels erstmalig die Produktion von "Auspruch"-Wein in Weiden am See festgehalten. Dies ist weltweit die älteste Aufzeichnung über die Erzeugung von Prädikatswein!. 

Heute erzeugen etwas 300 Familienbetriebe (die meisten im Nebenerwerb) auf einer Fläche von ca. 600 ha an die 50.000 hl Wein pro Jahr. Es sind Weissweine der Sorten Grüner Veltliner, Welschriesling, Chardonnay, Weissburgunder, Neuburger und Müller-Thurgau und Rotweine der Sorten Blauer Zweigelt, Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Merlot. Der Rotwein gewinnt immer mehr an Bedeutung, dass belegen auch die vielen Neuauspflanzungen.